Liebe geht durch den Magen

Die Literatur beschreibt Mash als diätetisches Aufbaufutter, das Pferden bereits seit Jahrtausenden traditionell als „warme Mahlzeit“ zur Aktivierung von Verdauung und Stoffwechsel gegeben wird.

Schon die Wagenpferde der alten Ägypter vor 3000 Jahren wurden mit einem warmen Gerstenbrei versorgt und auch in den Zeiten des römischen Kaisers Cäsar wusste man die wohltuende Wirkung eines warmen Getreidebreies in der Pferdeernährung zu schätzen. Die besondere Kombination aus wertvollen Getreideanteilen wie Kleien und Leinsamen sorgte schon bei den Vorfahren unserer Sport- und Freizeitpferde für eine heilsame und appetitanregende Wirkung und half müden Kriegs- und Arbeitspferden nach einem langen Tag wieder auf die Beine.

GETREIDE UND WASSER - EINE PRODUKTIVE VERBINDUNG

Die Idee mit Hilfe von Wasser und Wärme dem Getreide eine bessere Verdaulichkeit zu verschaffen, ist uralt und Grundprinzip der Mash-Zubereitung. Durch das Quellen im warmen Wasser werden verdauungsphysiologisch ungünstige Phytine gelöst und das Getreide kommt zum Ankeimen. So steht dem Pferd eine leicht verdauliche, energiereiche und enzymatisch hoch aktive Nährstoffquelle zur Verfügung.

WARUM KLEIE?

Die Weizenkleie ist einer der traditionellen Grundbestandteile im Mash. Schon der Naturheiler Sebastian Kneipp empfahl im 19. Jahrhundert seinen Patienten Kleie als gesunden und kräftigenden Wirkstoff. Die nach dem Absieben des Mehls zurück bleibenden Schalen und Keimlinge regen die Darmperistaltik an und können so Verstopfungskoliken vorbeugen. Die mechanische Wirkung der Kleie dient der Darmreinigung, wodurch Sandkoliken verhindert werden können. Zudem liefert die Weizenkleie wertvolle Ballaststoffe, Vitamine, die Spurenelemente Zink, Kupfer, Selen, Mangan und Eisen sowie hoch antioxidativ wirkende sekundäre Pflanzenstoffe, die Flavonoide. Daneben enthalten Kleien wertvolle ß–Glucane, die den Blutzuckerspiegelanstieg nach der Stärkeaufnahme verlangsamen, wodurch der Glykämische Index sinkt. Ein wichtiger Faktor in der Versorgung von Pferden mit Stoffwechselerkrankungen wie dem Equinen Metabolischen Syndrom, dem Equinen Cushing Syndrom und im Hufrehe-Geschehen.

LEINSAMEN ALS WICHTIGE NÄHRSTOFFQUELLE

Leinsamen liefern wertvolle Fett- und Aminosäuren, sowie das Spurenelement Selen. Einer der besonderen ernährungsphysiologischen Vorteile des Leinsamens liegt in der hohen Wasserbindungskapazität. Die quellfähigen Schleimstoffe können im Verdauungstrakt große Wassermengen binden und sich wie ein schützender Film über Magen- und Darmschleimhaut legen. Zudem wird durch die quellende Eigenschaft ein Druck auf die Darmwände ausgeübt, wodurch die Darmperistaltik angeregt und damit die Ausscheidung unterstützt wird.

TRADITION WEITERENTWICKELT

Das Irish Mash von St. Hippolyt ist an die althergebrachte Rezeptur angelehnt und wurde nach neuesten ernährungswissenschaftlichen Erkenntnissen weiterentwickelt und optimiert. So ist zum Beispiel die eingesetzte Weizenkleie hydrothermisch aufgeschlossen, wodurch ein Verkleben im Darm verhindert wird und nur die positiven Eigenschaften voll zur Geltung kommen.

DAS SAUERTEIGPRINZIP

Die Getreideflocken im St. Hippolyt Irish Mash werden mit laktofermentierten Karotten angekeimt. Dadurch wird nicht nur die Enzymaktivität erhöht, sondern auch die Getreidestärke moduliert, indem die Stärke im Dünndarm langsamer freigesetzt wird. Ebenso findet der Abbau des Zuckers in der Möhre statt. Das Ergebnis ist ein verringerter Glykämischer Index.

LAKTOFERMENTATION

St. Hippolyt nutzt diesen Vorgang zur Optimierung der Ergänzungsfuttermittel für Pferde

Außerdem unterstützt die transformierte Stärke im Dickdarm eine vermehrte Bildung von kurzkettigen Fettsäuren, die wiederum insulinunabhängige Energie bereitstellen. Nicht zuletzt sorgen die laktofermentierten Karotten durch die organischen Säuren für ein optimiertes Darmmilieu und eine besondere Schmackhaftigkeit.

SCHNELLE ZUBEREITUNG OHNE KOCHEN

Die im Spezialverfahren gecrackte, goldgelbe Leinsaat ist von Natur aus blausäurearm, was eine rasche Zubereitung ohne Kochen erlaubt. Handwarmes Wasser und eine Quellzeit von 15 Minuten oder sogar kaltes Wasser mit einer verlängerten Quellzeit genügen, um eine wohlschmeckende und gesunde Mahlzeit zuzubereiten. Die diätetische Wirkung des St. Hippolyt Irish Mash wird zudem durch einen besonderen Malzextrakt, ausgesuchte Kräuter, Bierhefe und enzymreiches Fermentgetreide unterstützt, das außerdem wertvolle Spurenelemente, B-Vitamine und sekundäre Pflanzenstoffe liefert.

EIN GETREIDEFREIES MASH - WARUM?

Bewegungsmangel, unangepasste Futterrationen und zu energiereiche Fasern sind ungünstige Voraussetzungen, nicht nur für leichtfuttrige Pferderassen. Das Ergebnis sind Übergewicht, metabolische Veränderungen, Allergien bis hin zu schweren Erkrankungen wie der Hufrehe. Hier müssen durchdachte Fütterungskonzepte her, um über Nährstoffausgleich und Stoffwechselaktivierung eine Gewichtsreduktion herbei zu führen. Die Basis hierbei sind energiearme, niederglykämische Rationen, um unnötige Kalorien und Blutzuckerspiegelschwankungen zu vermeiden. Eine energiereduzierte, getreidefreie Mash-Variante ist die logische Konsequenz.

EIN GETREIDEFREIES MASH - GEHT DAS ÜBERHAUPT?

Um den schwergewichtigen Risikokandidaten ebenfalls eine verdauungsfördernde, stoffwechselaktivierende
und wohlschmeckende Mash-Mahlzeit anbieten zu können, wird im St. Hippolyt Glyx-Mash bewusst auf Getreide verzichtet, ohne jedoch die Funktionalität aus dem Blick zu lassen. Damit auch potentiell allergische Pferde mit Mash bedenkenlos versorgt werden können, wird statt einer Weizenkleie eine hydrothermisch vorbehandelte Reiskleie eingesetzt. Damit ist das St. Hippolyt Glyx-Mash nicht nur getreide- sondern auch glutenfrei. Eine besonders reichhaltige Komposition aus prebiotischen Fasern sorgt für die gewünschte entschlackende und verdauungsfördernde Wirkung. Die bewährte goldgelbe Leinsaat, kombiniert mit ausgesuchten Gewürzkräutern vervollständigt die vielseitige Rezeptur des melassefreien St. Hippolyt Glyx-Mash.

EIN SOMMER-MASH

Ob auf dem Turnier oder nach einem fordernden Ausritt bei hochsommerlichen Temperaturen: ein mit besonders viel Wasser angesetztes Mash ist ein hervorragender Flüssigkeits- und Elektrolytlieferant, der selbst vom gestressten Sportpferd gerne genommen wird. Wir empfehlen hier besonders unser getreidefreies Glyx- Mash, das kalt zubereitet, erhitzte Gemüter abkühlt und bei Bedarf auch täglich gefüttert werden kann.

Weitere Infos zum traditionellen St. Hippolyt Irish Mash
Weitere Infos zum getreidefreien Glyx Mash

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