Jakobskreuzkraut (JKK)

Wie Sie es erkennen, was es anrichten kann und wie Sie es beseitigen können.

Es steht zurzeit in voller Blüte, taucht Strassen- und Wegränder in sonnengelb und stellt auf Wiesen und Weiden eine grosse und ernstzunehmende Gefahr für unsere Pferde dar: das Jakobskreuzkraut! Die Medienpräsenz des Kreuzkrautes ist mittlerweile deutlich gestiegen und dennoch findet man derzeit bei der Fahrt über Land viele Weiden, auf denen Pferde neben grossen, blühenden Stauden grasen. Scheinbar unerklärliche Gründe lassen zudem ganze Pferdebestände mit teils irreversiblen Leberschädigungen erkranken. Hier ist weiterhin Aufklärungsarbeit notwendig, um unsere Pferde vor dieser einst als Strassenbegleitgrün ausgesäten Pflanze zu schützen.

Woran erkenne ich das giftige Kraut?

Die blühende Pflanze ist durch ihre charakteristischen dreizehn gelben Blütenblättern leicht von anderen, ebenfalls gelb blühenden Pflanzen wie dem Johannis- oder Habichtskraut und dem Rainfarn zu unterscheiden. Der Körbchenblüher bildet ab Mitte Juni fünfzehn bis zwanzig Millimeter breite goldgelbe Blüten aus. Schwieriger ist es, die Pflanze im ersten Jahr zu erkennen, da sich nur eine Blattrosette mit zunächst breiten, später schmaleren, tief geschlitzten Blättern bildet. Hier kann es zu einer Verwechslung zum Beispiel mit Löwenzahn kommen. Zudem bildet die junge Pflanze in den ersten sieben Wochen noch keine Bitterstoffe und wird deshalb gefressen. Im zweiten Jahr bildet sich ein typisch violetter, kräftiger Stängel, der sich oberhalb der Mitte verzweigt. Ausgewachsene Pflanzen können bis zu einem Meter noch wachsen. Die Verbreitung der Pflanze erfolgt ähnlich wie beim Löwenzahn über unzählige Samen.

Wie giftig ist es?

Die Problematik ergibt sich zumeist daraus, dass die Pflanze nicht nur im frischen, sondern auch im getrockneten Zustand giftig ist. Dann verliert sie zwar ihre natürlichen fresshemmenden Eigenschaften, wie den unangenehmen Geruch und Geschmack, nicht aber ihre Toxizität. Im Heu lässt sich die getrocknete Pflanze kaum von anderen Unkräutern wie Ampfer, Rainfarn oder Wiesenmargerite unterscheiden, wird aber gefressen. Die enthaltenen giftigen Stoffe sind Pyrrolizidin-Alkaloide (PA). Sie werden im Stoffwechsel zu stark toxischen Produkten umgewandelt. Die aufgenommenen Giftstoffe werden in der Leber gespeichert, summieren sich und verursachen Vergiftungserscheinungen wenn die entsprechende Dosis erreicht ist. Sie zerstören das Lebergewebe, sind krebserregend, schädigen das Erbgut und sind stark fruchtschädigend. In hohen Dosen schädigen sie das zentrale Nervensystem, die Lunge und die Nieren. Die tödliche Dosis beim Pferd beträgt vierzig bis achtzig Gramm Frischgewicht je Kilogramm Körpergewicht. Zum Vergleich: Ein einzelner ausgewachsener Trieb wiegt circa siebzig Gramm.

Wo fühlt sich Jacobskreuzkraut am wohlsten?

Überall, wo eine lückenhafte Grasnarbe entsteht, hat das JKK leichtes Spiel. Damit sind stillgelegte Flächen, überweidete, ungedüngte und ungepflegte Weiden mit einseitiger Nutzung eine ideale Verbreitungsfläche. Auch auf Ausläufen, Paddocks und an Strassen- und Wegrändern sollte mit einer möglichen Ansiedelung gerechnet werden. Hat sich die Pflanze erstmal niedergelassen, ist mit einer raschen Ausbreitung zu rechnen.

Wie wird man das JKK wieder los?

Am besten ist es, JKK keine Chance zu geben, in dem auf eine penible Weidepflege geachtet wird. Ist es dafür schon zu spät, da sich die Pflanze bereits niedergelassen hat, kann eine erfolgreiche Beseitigung nur durch Befolgung eines konsequenten Schemas stattfinden. Einzelne Pflanzen sollten möglichst ausgerissen bzw. ausgegraben werden. Hierbei sollte daran gedacht werden, dass die Pflanze eine sehr kräftige, verzweigte Pfahlwurzel ausbildet, die vollständig entfernt werden sollte. Bei flächenhaftem Auftreten kann ein zweimaliges Abmähen jeweils vor der Blüte eine wirkungsvolle Methode zur Bekämpfung sein. Es sollte jedoch darauf geachtet werden, dass das Abmähen nicht zu früh erfolgt, da die Pflanzen sonst zu vital bleiben. Eine Samenbildung sollte aber in jedem Fall vermieden werden. Weitere Tipps zur Bekämpfung, vor allem bei besonders hartnäckigen Fällen, erhalten Sie bei den Landwirtschaftskammern.

Was tun beim Leberschaden?

Wenn alle Vorsichtsmassnahmen zu spät kommen und ihr Pferd einen Leberschaden erlitten hat, muss schnell gehandelt werden. Bei massiven Vergiftungssymptomen wird in der Regel eine sofortige Behandlung eingeleitet. Aber auch bei beginnenden Störungen in Erscheinungsbild und allgemeinem Wohlbefinden sollte genauer hingeschaut werden, um einer möglichen Erkrankung am besten in einem frühen Stadium zu begegnen. Auffällige Symptome, die auf ein Leberproblem hinweisen können, sind Müdigkeit und allgemeine Abgeschlagenheit, stumpfes Fell, Scheuerstellen, Verdauungsstörungen und gelblich bis bräunlich verfärbtes Zahnfleisch. Neben der Behandlung durch den Tierarzt ist eine eiweissarme, leberentlastende Diät jetzt ganz besonders wichtig, die mit besonderen Nährstoffkombinationen zur Entgiftung und Leberzellregeneration beitragen. So unterstützen zum Beispiel spezielle Stoffe aus der Mariendistel die Zellregeneration in der Leber und Bitterstoffe aus der Artischocke helfen bei der Verarbeitung von Fetten. Phospholipide aus Pflanzenölen, Spurenelemente wie Zink, Selen sowie Vitamine unterstützen massgeblich die Leberfunktion und die essentiellen Aminosäuren Lysin und Methionin sind unentbehrliche Bausteine in der Zellregeneration. Die Versorgung mit qualitativ hochwertigem Raufutter sollte selbstverständlich sein, um jede zusätzliche Belastung durch zum Beispiel belastende Keime zu vermeiden. Gönnen Sie ihrem Pferd zudem die nötige Ruhe während der Regenerationsphase.

Ausführliche Information mit Bildmaterial zum Jakobskreuzkraut erhalten Sie unter www.jacobskreuzkraut.de

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